Wasserhärte in Zürich
Das Leitungswasser in Zürich liegt bei 15,0 °f.
In der Schweiz gilt das als mittelhart. Auf der internationalen Vergleichsskala von WHO und US Geological Survey ist das hart.
Dieser Wert liegt dicht an einer Bereichsgrenze. Die Einstufung ist ein Etikett, keine Eigenschaft des Wassers: Eine turnusmäßige Neumessung kann denselben Hahn in den Nachbarbereich schieben.
Wie Härte eingestuft wird
Eine europäische Einstufung gibt es nicht, jedes Land legt eigene Stufen fest. So stuft das Land selbst ein, und so liest sich der Wert international:
Die Einstufung in der Schweiz
International, nach WHO und US Geological Survey
Gilt der Wert auch für Ihre Adresse?
Wahrscheinlich ja, sicher ist es nicht. Ein Versorger veröffentlicht einen Wert je Versorgungszone, und eine große Stadt ist selten eine einzige Zone. Häuser mit eigener Enthärtungsanlage weichen ohnehin ab.
Den Wert für Ihre Adresse oder Postleitzahl gibt es direkt bei Stadt Zürich Wasserversorgung (SVGW trinkwasser.ch) — und häufig steht er auch auf der Wasserrechnung.
Ein Härteteststreifen (Werbelink) aus Drogerie, Baumarkt oder online kostet ein paar Euro und klärt das in einer Minute. Nur so wissen Sie außerdem, was wirklich aus Ihrem Wasserhahn kommt — und nicht nur, was das Wasserwerk verlässt.
Geräte einstellen
Fragt Ihre Spülmaschine, Waschmaschine oder Ihr Kaffeevollautomat nach einer Härtestufe von 1 bis 4, ist hier Stufe 2 die richtige.
Die vier Stufen stammen aus dem alten Waschmittelgesetz, das bis 2007 galt. Das Gesetz wurde auf die drei Bereiche oben umgestellt — die Drehregler nicht.
Derselbe Wert auf anderen Skalen
8,4 °dH · 15,0 °f · 1,50 mmol/l · 150 mg/L
Spül- und Waschmaschinen fragen die Härte je nach Verkaufsland in verschiedenen Einheiten ab: in Deutschland in Millimol pro Liter, in Österreich und der Schweiz in Graden, in Großbritannien in ppm. Es ist ein und dieselbe Größe, nur auf vier Skalen abgelesen.
Was das im Alltag heißt
Bei hartem Wasser fällt spürbar Kalk an. Wasserkocher, Kaffeemaschine und Duschkopf verkalken schneller, und Waschmittel muss höher dosiert werden.
Hartes Wasser ist kein Mangel
Härte ist keine Frage der Trinkbarkeit. Hartes Wasser ist unbedenklich, es hinterlässt nur mehr Kalk.
Kalzium und Magnesium, die das Wasser hart machen, sind dieselben Mineralstoffe, die der Körper braucht, und Trinkwasser zählt zur Tagesaufnahme beider. Wie viel, hat die WHO in Calcium and magnesium in drinking-water untersucht.
Eine dünne Karbonatschicht an der Rohrinnenwand schützt das Metall darunter außerdem vor Korrosion. Vollständig enthärtetes Wasser ist für die Leitung nicht schonender, sondern belastender.
Trinkbar ist das Wasser hier ohnehin: Ist das Leitungswasser in Zürich trinkbar?
Im Vergleich
Von den 15 Städten in der Schweiz, für die hier ein Wert veröffentlicht ist, steht Zürich auf Platz 12 der härtesten. Die Mitte des Feldes liegt bei 18,6 °f.
Am weichsten ist Biel mit 11,7 °f, am härtesten Baden mit 33,5 °f.
Woher die Zahl stammt
Quelle: Stadt Zürich Wasserversorgung (SVGW trinkwasser.ch), Stand 2022.
Angegeben ist die Gesamthärte, also alle Kalzium- und Magnesiumverbindungen im Wasser. Manche Versorger veröffentlichen zusätzlich die Karbonathärte, den an Kohlensäure gebundenen Anteil — das ist der Teil, der beim Erhitzen als Kalk ausfällt.