Wasserhärte in Lugano
Das Leitungswasser in Lugano liegt bei 13,0 °f.
In der Schweiz gilt das als weich. Auf der internationalen Vergleichsskala von WHO und US Geological Survey ist das hart.
Wie Härte eingestuft wird
Eine europäische Einstufung gibt es nicht, jedes Land legt eigene Stufen fest. So stuft das Land selbst ein, und so liest sich der Wert international:
Die Einstufung in der Schweiz
International, nach WHO und US Geological Survey
Gilt der Wert auch für Ihre Adresse?
Nicht unbedingt. Die veröffentlichten Werte reichen von 2,0 °f bis 29,0 °f — je nach Wasserwerk, Versorgungszone oder schlicht dem Zeitpunkt der Probe. Welcher davon bei Ihnen ankommt, kann nur der Versorger sagen.
Mittel aus 123 Messungen im gesamten Verbundnetz, das von 2 bis 29 °f reicht. Die zentralen Quartiere liegen bei 10 bis 12 °f.
Den Wert für Ihre Adresse oder Postleitzahl gibt es direkt bei Aziende Industriali di Lugano (AIL) (SVGW trinkwasser.ch) — und häufig steht er auch auf der Wasserrechnung.
Ein Härteteststreifen (Werbelink) aus Drogerie, Baumarkt oder online kostet ein paar Euro und klärt das in einer Minute. Nur so wissen Sie außerdem, was wirklich aus Ihrem Wasserhahn kommt — und nicht nur, was das Wasserwerk verlässt.
Geräte einstellen
Fragt Ihre Spülmaschine, Waschmaschine oder Ihr Kaffeevollautomat nach einer Härtestufe von 1 bis 4, ist hier Stufe 2 die richtige.
Die vier Stufen stammen aus dem alten Waschmittelgesetz, das bis 2007 galt. Das Gesetz wurde auf die drei Bereiche oben umgestellt — die Drehregler nicht.
Derselbe Wert auf anderen Skalen
7,3 °dH · 13,0 °f · 1,30 mmol/l · 130 mg/L
Spül- und Waschmaschinen fragen die Härte je nach Verkaufsland in verschiedenen Einheiten ab: in Deutschland in Millimol pro Liter, in Österreich und der Schweiz in Graden, in Großbritannien in ppm. Es ist ein und dieselbe Größe, nur auf vier Skalen abgelesen.
Was das im Alltag heißt
Bei hartem Wasser fällt spürbar Kalk an. Wasserkocher, Kaffeemaschine und Duschkopf verkalken schneller, und Waschmittel muss höher dosiert werden.
Hartes Wasser ist kein Mangel
Härte ist keine Frage der Trinkbarkeit. Hartes Wasser ist unbedenklich, es hinterlässt nur mehr Kalk.
Kalzium und Magnesium, die das Wasser hart machen, sind dieselben Mineralstoffe, die der Körper braucht, und Trinkwasser zählt zur Tagesaufnahme beider. Wie viel, hat die WHO in Calcium and magnesium in drinking-water untersucht.
Eine dünne Karbonatschicht an der Rohrinnenwand schützt das Metall darunter außerdem vor Korrosion. Vollständig enthärtetes Wasser ist für die Leitung nicht schonender, sondern belastender.
Trinkbar ist das Wasser hier ohnehin: Ist das Leitungswasser in Lugano trinkbar?
Im Vergleich
Von den 15 Städten in der Schweiz, für die hier ein Wert veröffentlicht ist, steht Lugano auf Platz 14 der härtesten. Die Mitte des Feldes liegt bei 18,6 °f.
Am weichsten ist Biel mit 11,7 °f, am härtesten Baden mit 33,5 °f.
Woher die Zahl stammt
Quelle: Aziende Industriali di Lugano (AIL) (SVGW trinkwasser.ch), Stand 2024.
Angegeben ist die Gesamthärte, also alle Kalzium- und Magnesiumverbindungen im Wasser. Manche Versorger veröffentlichen zusätzlich die Karbonathärte, den an Kohlensäure gebundenen Anteil — das ist der Teil, der beim Erhitzen als Kalk ausfällt.