Wasserhärte in Leipzig
Für Leipzig nennt der Versorger keinen einheitlichen Wert. Je nach Wasserwerk liegt die Härte zwischen 8,6 und 18,5 °dH.
Wie Härte eingestuft wird
Eine europäische Einstufung gibt es nicht, jedes Land legt eigene Stufen fest. So stuft das Land selbst ein, und so liest sich der Wert international:
Die Einstufung in Deutschland
International, nach WHO und US Geological Survey
Gilt der Wert auch für Ihre Adresse?
Nicht unbedingt. Die veröffentlichten Werte reichen von 8,6 °dH bis 18,5 °dH — je nach Wasserwerk, Versorgungszone oder schlicht dem Zeitpunkt der Probe. Welcher davon bei Ihnen ankommt, kann nur der Versorger sagen.
Zwei Drittel der Stadt bekommen hartes Wasser aus den Werken Naunhof, Canitz und Thallwitz mit bis zu 18,5 °dH. Das restliche Drittel kommt mit mittlerer Härte aus der Fernwasserversorgung Elbaue-Ostharz.
Den Wert für Ihre Adresse oder Postleitzahl gibt es direkt bei Leipziger Wasserwerke — und häufig steht er auch auf der Wasserrechnung.
Ein Härteteststreifen (Werbelink) aus Drogerie, Baumarkt oder online kostet ein paar Euro und klärt das in einer Minute. Nur so wissen Sie außerdem, was wirklich aus Ihrem Wasserhahn kommt — und nicht nur, was das Wasserwerk verlässt.
Geräte einstellen
Fragt Ihre Spülmaschine, Waschmaschine oder Ihr Kaffeevollautomat nach einer Härtestufe von 1 bis 4, ist hier je nach Zone Stufe 2 bis 3 die richtige.
Die vier Stufen stammen aus dem alten Waschmittelgesetz, das bis 2007 galt. Das Gesetz wurde auf die drei Bereiche oben umgestellt — die Drehregler nicht.
Derselbe Wert auf anderen Skalen
8,6–18,5 °dH · 15,4–33,0 °f · 1,53–3,30 mmol/l · 154–330 mg/L
Spül- und Waschmaschinen fragen die Härte je nach Verkaufsland in verschiedenen Einheiten ab: in Deutschland in Millimol pro Liter, in Österreich und der Schweiz in Graden, in Großbritannien in ppm. Es ist ein und dieselbe Größe, nur auf vier Skalen abgelesen.
Wo eine Spanne angegeben ist, ist der obere Wert die sichere Einstellung für ein Gerät: zu viel Regeneriersalz schadet nicht, zu wenig lässt Kalk zurück.
Was das im Alltag heißt
Wie viel Kalk anfällt, hängt davon ab, welches Wasserwerk Ihre Straße versorgt.
Hartes Wasser ist kein Mangel
Härte ist keine Frage der Trinkbarkeit. Hartes Wasser ist unbedenklich, es hinterlässt nur mehr Kalk.
Kalzium und Magnesium, die das Wasser hart machen, sind dieselben Mineralstoffe, die der Körper braucht, und Trinkwasser zählt zur Tagesaufnahme beider. Wie viel, hat die WHO in Calcium and magnesium in drinking-water untersucht.
Eine dünne Karbonatschicht an der Rohrinnenwand schützt das Metall darunter außerdem vor Korrosion. Vollständig enthärtetes Wasser ist für die Leitung nicht schonender, sondern belastender.
Trinkbar ist das Wasser hier ohnehin: Ist das Leitungswasser in Leipzig trinkbar?
Woher die Zahl stammt
Quelle: Leipziger Wasserwerke; ein Messdatum nennt die Seite nicht.
Angegeben ist die Gesamthärte, also alle Kalzium- und Magnesiumverbindungen im Wasser. Manche Versorger veröffentlichen zusätzlich die Karbonathärte, den an Kohlensäure gebundenen Anteil — das ist der Teil, der beim Erhitzen als Kalk ausfällt.