Wasserhärte in Nürnberg

Das Leitungswasser in Nürnberg liegt bei 11,6 °dH.

In Deutschland gilt das als mittel, also mittelhart. Auf der internationalen Vergleichsskala von WHO und US Geological Survey ist das sehr hart.

Wie Härte eingestuft wird

Eine europäische Einstufung gibt es nicht, jedes Land legt eigene Stufen fest. So stuft das Land selbst ein, und so liest sich der Wert international:

Die Einstufung in Deutschland

11,6 °dH

International, nach WHO und US Geological Survey

206 mg/L

Gilt der Wert auch für Ihre Adresse?

Nicht unbedingt. Die veröffentlichten Werte reichen von 9,5 °dH bis 13,6 °dH — je nach Wasserwerk, Versorgungszone oder schlicht dem Zeitpunkt der Probe. Welcher davon bei Ihnen ankommt, kann nur der Versorger sagen.

Mittelwert aus vier Versorgungsnetzen, die zwischen 9,5 und 13,6 °dH liegen.

Den Wert für Ihre Adresse oder Postleitzahl gibt es direkt bei N-ERGIE — und häufig steht er auch auf der Wasserrechnung.

Ein Härteteststreifen (Werbelink) aus Drogerie, Baumarkt oder online kostet ein paar Euro und klärt das in einer Minute. Nur so wissen Sie außerdem, was wirklich aus Ihrem Wasserhahn kommt — und nicht nur, was das Wasserwerk verlässt.

Geräte einstellen

Fragt Ihre Spülmaschine, Waschmaschine oder Ihr Kaffeevollautomat nach einer Härtestufe von 1 bis 4, ist hier Stufe 2 die richtige.

Die vier Stufen stammen aus dem alten Waschmittelgesetz, das bis 2007 galt. Das Gesetz wurde auf die drei Bereiche oben umgestellt — die Drehregler nicht.

Derselbe Wert auf anderen Skalen

11,6 °dH · 20,6 °f · 2,06 mmol/l · 206 mg/L

Spül- und Waschmaschinen fragen die Härte je nach Verkaufsland in verschiedenen Einheiten ab: in Deutschland in Millimol pro Liter, in Österreich und der Schweiz in Graden, in Großbritannien in ppm. Es ist ein und dieselbe Größe, nur auf vier Skalen abgelesen.

Was das im Alltag heißt

Bei sehr hartem Wasser fällt viel Kalk an. Wasserkocher, Kaffeemaschine und Duschkopf verkalken deutlich schneller, Waschmittel muss höher dosiert werden, und bei Geräten mit Heizstab lohnt sich regelmäßiges Entkalken.

Hartes Wasser ist kein Mangel

Härte ist keine Frage der Trinkbarkeit. Hartes Wasser ist unbedenklich, es hinterlässt nur mehr Kalk.

Kalzium und Magnesium, die das Wasser hart machen, sind dieselben Mineralstoffe, die der Körper braucht, und Trinkwasser zählt zur Tagesaufnahme beider. Wie viel, hat die WHO in Calcium and magnesium in drinking-water untersucht.

Eine dünne Karbonatschicht an der Rohrinnenwand schützt das Metall darunter außerdem vor Korrosion. Vollständig enthärtetes Wasser ist für die Leitung nicht schonender, sondern belastender.

Trinkbar ist das Wasser hier ohnehin: Ist das Leitungswasser in Nürnberg trinkbar?

Im Vergleich

Von den 34 Städten in Deutschland, für die hier ein Wert veröffentlicht ist, steht Nürnberg auf Platz 17 der härtesten. Die Mitte des Feldes liegt bei 11,6 °dH.

Am weichsten ist Hildesheim mit 1,8 °dH, am härtesten Ingolstadt mit 20,8 °dH.

Woher die Zahl stammt

Quelle: N-ERGIE, Stand 2026.

Angegeben ist die Gesamthärte, also alle Kalzium- und Magnesiumverbindungen im Wasser. Manche Versorger veröffentlichen zusätzlich die Karbonathärte, den an Kohlensäure gebundenen Anteil — das ist der Teil, der beim Erhitzen als Kalk ausfällt.

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