Wasserhärte in Göttingen

Das Leitungswasser in Göttingen liegt bei 6,9 °dH.

In Deutschland gilt das als weich. Auf der internationalen Vergleichsskala von WHO und US Geological Survey ist das hart.

Wie Härte eingestuft wird

Eine europäische Einstufung gibt es nicht, jedes Land legt eigene Stufen fest. So stuft das Land selbst ein, und so liest sich der Wert international:

Die Einstufung in Deutschland

6,9 °dH

International, nach WHO und US Geological Survey

124 mg/L

Gilt der Wert auch für Ihre Adresse?

Nicht unbedingt. Die veröffentlichten Werte reichen von 6,6 °dH bis 7,3 °dH — je nach Wasserwerk, Versorgungszone oder schlicht dem Zeitpunkt der Probe. Welcher davon bei Ihnen ankommt, kann nur der Versorger sagen.

Veröffentlicht als 6,6 bis 7,3 °dH. Der Versorger weist darauf hin, dass Enthärtungssalze für Haushaltsgeräte unnötig sind.

Den Wert für Ihre Adresse oder Postleitzahl gibt es direkt bei Stadtwerke Göttingen — und häufig steht er auch auf der Wasserrechnung.

Ein Härteteststreifen (Werbelink) aus Drogerie, Baumarkt oder online kostet ein paar Euro und klärt das in einer Minute. Nur so wissen Sie außerdem, was wirklich aus Ihrem Wasserhahn kommt — und nicht nur, was das Wasserwerk verlässt.

Geräte einstellen

Fragt Ihre Spülmaschine, Waschmaschine oder Ihr Kaffeevollautomat nach einer Härtestufe von 1 bis 4, ist hier Stufe 1 die richtige.

Die vier Stufen stammen aus dem alten Waschmittelgesetz, das bis 2007 galt. Das Gesetz wurde auf die drei Bereiche oben umgestellt — die Drehregler nicht.

Derselbe Wert auf anderen Skalen

6,9 °dH · 12,4 °f · 1,24 mmol/l · 124 mg/L

Spül- und Waschmaschinen fragen die Härte je nach Verkaufsland in verschiedenen Einheiten ab: in Deutschland in Millimol pro Liter, in Österreich und der Schweiz in Graden, in Großbritannien in ppm. Es ist ein und dieselbe Größe, nur auf vier Skalen abgelesen.

Was das im Alltag heißt

Bei hartem Wasser fällt spürbar Kalk an. Wasserkocher, Kaffeemaschine und Duschkopf verkalken schneller, und Waschmittel muss höher dosiert werden.

Hartes Wasser ist kein Mangel

Härte ist keine Frage der Trinkbarkeit. Hartes Wasser ist unbedenklich, es hinterlässt nur mehr Kalk.

Kalzium und Magnesium, die das Wasser hart machen, sind dieselben Mineralstoffe, die der Körper braucht, und Trinkwasser zählt zur Tagesaufnahme beider. Wie viel, hat die WHO in Calcium and magnesium in drinking-water untersucht.

Eine dünne Karbonatschicht an der Rohrinnenwand schützt das Metall darunter außerdem vor Korrosion. Vollständig enthärtetes Wasser ist für die Leitung nicht schonender, sondern belastender.

Im Vergleich

Von den 34 Städten in Deutschland, für die hier ein Wert veröffentlicht ist, steht Göttingen auf Platz 26 der härtesten. Die Mitte des Feldes liegt bei 11,6 °dH.

Am weichsten ist Hildesheim mit 1,8 °dH, am härtesten Ingolstadt mit 20,8 °dH.

Woher die Zahl stammt

Quelle: Stadtwerke Göttingen; ein Messdatum nennt die Seite nicht.

Angegeben ist die Gesamthärte, also alle Kalzium- und Magnesiumverbindungen im Wasser. Manche Versorger veröffentlichen zusätzlich die Karbonathärte, den an Kohlensäure gebundenen Anteil — das ist der Teil, der beim Erhitzen als Kalk ausfällt.

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